Unsere kleine Tammy

Windspiel - Zwergschnauzer Mix


 


02.01.2010

Wir entdecken diese Anzeige im Internet auf der Suche nach einem kleinen Mix Welpen................

 

Kurz beim Besitzer angerufen, Termin für Sonntag den 03.01.2010 vereinbart. An diesem Tag dann dort hin gefahren und schon war es geschehen. Sie gefiel uns von Anfang an. Es dauerte keine halbe Stunde und schon war Tammy in unserem Wagen und fuhren nach Hause - in Ihr neues Zuhause.

 

 

  

 

   

  


04.01.2010

Erste Bilder von Tammy in ihrem neuen Zuhause.........

        


Das italienische Windspiel

Ist der filigranste und wohl auch kapriziöste Vertreter der Rassegruppe 10 (Windhunde) mit einer Schluterhöhe von 32 - 38cm und einem Gewicht von bis zu 5 kg. Im FCI-Standard wird es als Modell von Vornehmheit und Grazie bezeichnet.

Herkunft und Rassegeschichte

Die Herkunft des Italienischen Windspieles ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Das Windspiel stammt angeblich aus Ägypten. Auf Wandbildern der Pharaonen sollen bereits windspielähnliche Hunde abgebildet worden sein.

Einigkeit besteht darin, dass schon in der vorchristlichen Zeit neben dem großen Windhund eine besonders kleine glatthaarige Form bestanden haben soll.

Eine Legende, besagt Cleopatra habe Cäsar als Zeichen ihrer Wertschätzung Windspiele geschenkt, und auf diesem Wege seien die Italienischen Windspiele nach Rom gelangt. In Rom soll das Windspiel schnell Verbreitung in den herrschaftlichen Häusern gefunden haben. Durch die Expansion des Römischen Reiches einerseits und durch die Vermählung italienischer adeliger Damen mit dem europäischen Hochadel andererseits fanden Italienische Windspiele auch ihren Weg in andere europäische Fürstenhäuser.

In einer anderen Theorie heißt es, die Windspiele seien von Ägypten über Griechenland nach Italien gekommen . Als Beweis wertet man Darstellungen von windspielähnlichen Hunden auf Trinkschalen und Vasen aus dem antiken Griechenland.

Vom 13. bis 15. Jahrhundert glorifizierten große europäische Maler wie Giotto, van der Weyden, Botticelli und Bosch die Rasse in Ölgemälden. Im 16. Jahrhundert waren Windspiele über den größten Teil Europas verbreitet und an den Königshäusern von Spanien und Italien besonders beliebt. Besondere Liebhaber dieser Rasse waren König James I. in England, Francois I. in Frankreich, Friedrich der Große in Preußen, Katharina die Große von Russland und Königin Viktoria von England. Von Friedrich dem Großen wird berichtet, er habe zwischen 40 und 80 Windspiele besessen und sei auch fast immer in Begleitung einiger seiner Windspiele gewesen. Man erzählt sich noch heute Geschichten von seinen beiden Lieblingshunden Alkmene und Biche, die eine eigene Begräbnisstätte in Sanssouci erhielten. Diese Grabmale sind noch heute in Sanssouci zu finden.

Das Wesen
Das Italienische Windspiel verfügt über ein ausgesprochen lebhaftes Temperament und ist sehr wachsam. Es ist ein sehr intelligenter Hund und daher in hohem Maße lern- und anpassungsfähig. Das Windspiel erfasst schnell die jeweilige Situation, die es dann zu seinem Vorteil zu nutzen versteht. So befolgt es nur dann Kommandos, wenn es unbedingt erforderlich zu sein scheint. Aber all dies erfolgt mit so viel Charme, dass man oft gar nicht bemerkt, wie einem geschieht. Sprich: Ein Windspiel hat etwas Unwiderstehliches.
Das Italienische Windspiel liebt die Gesellschaft von Artgenossen und Menschen. Oft sieht man zwei oder drei Windspiele zusammen bei einem Besitzer. Dies bietet sich bei der Größe der Hunde geradezu an. Ein weiteres Argument für die Haltung mehrerer dieser Hündchen könnte die gute Verträglichkeit in Gruppen sein. Das Italienische Windspiel schätzt die enge Nähe zu seinem Besitzer sehr und ist sehr anschmiegsam. Die Liebe, die es erhält, vermag das Windspiel seinem Besitzer um ein Vielfaches zurückzugeben.
Die enge Verbindung zwischen Hund und Besitzer ist durch die geringe Größe (32cm bis 38cm Schulterhöhe), das geringe Gewicht (bis 5kg) und durch das kurze, dichte Haarkleid ohne den typischen Hundegeruch gut möglich.

Allerdings muss noch angemerkt werden, dass man ein Italienisches Windspiel niemals so nebenbei halten kann. Denn es kann auf seine Weise sehr dominant sein. Windspiele fordern Aufmerksamkeit und möchten am liebsten so nahe wie möglich bei ihrem Besitzer sein, auch im Bett. Sie wollen auf dem Arm ihres Besitzers ruhen und springen dazu auch hinauf, oft in den unmöglichsten Situationen. Kleinkinder und Windspiele sollte man nicht unbeaufsichtigt zusammen spielen lassen, was im Übrigen auch für alle anderen Hunderassen gilt. Zwischen älteren Kindern und einem Windspiel kann sich eine wunderbare Freundschaft entwickeln. Vorraussetzung hierfür ist aber die Einsicht des Kindes, dass es sich bei einem Italienischen Windspiel nicht um ein Spielzeug, sondern um ein eigenständiges Lebewesen handelt.

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Haltung und Pflege
Das Italienische Windspiel ist in Bezug auf die Fellpflege ein äußerst pflegeleichter Hund. Hat ein Windspiel sich beschmutzt genügt zur Reinigung ein feuchtes Tuch. Allerdings muß man großen Wert auf die Pflege des Gebisses legen, damit die Zähne möglichst lange erhalten bleiben. Deshalb ist es notwendig, mindestens einmal pro Woche, besser täglich, die Zähne zu putzen. Hierfür ist es unerlässlich, schon den Welpen an diese ungeliebte Prozedur zu gewöhnen.
Das Italienische Windspiel verträgt sich gut mit anderen Haustieren. Der Platzbedarf ist im Gegensatz zu den größeren Windhundrassen geringer.
Allerdings braucht ein Windspiel um glücklich zu sein unbedingt die Nähe zu seinem Besitzer. Wenn zusätzlich noch ein weiteres Windspiel als Gefährte gehalten wird, ist es um so zufriedener, da es das Spiel mit seinen Artgenossen liebt.
Da auch das Windspiel ein Windhund ist, braucht es Bewegung.

Deshalb sollten, falls das Wetter es erlaubt, ausgedehnte Spaziergänge unternommen werden. Auch können sie wie die anderen Windhundrassen an Windhundrennen teilnehmen.
Italienische Windspiele mögen keinen Regen oder große Kälte, weil sie eine zarte, dünne Haut und ein sehr kurzes Fell haben. Wärme und Sonne mögen sie dagegen sehr. Deshalb sollte dem Italienischen Windspiel ein warmer, zugfreier Schlafplatz angeboten werden. Am liebsten schläft es Seite an Seite mit seinem geliebten Menschen im Bett oder eng aneinander gekuschelt mit Artgenossen unter einer Decke.
Wichtig ist auch dem Windspiel Grenzen aufzuzeigen, damit Mensch und Tier in wechselseitiger Harmonie leben können und das Italienische Windspiel seinen ganzen Charme entwickeln kann. Hierzu zählt auch die Stubenreinheit. Es gibt immer wieder Menschen, welche die Behauptung aufstellen, ein Windspiel sei nicht zur Stubenreinheit zu erziehen. Dieser Behauptung muß ich jedoch energisch widersprechen. Denn auch ein Windspiel kann zur Stubenreinheit erzogen werden, wenn vorrausgesetzt werden kann, dass sein Mensch über genügend liebevolle Konsequenz verfügt.
Die Erfahrung zeigt, dass sich Windspiele vor allem im jungen Alter leicht die Vorderläufe brechen, möglicherweise deshalb, weil sie oft sehr wild und ausgelassen spielen. Deshalb darf man es nicht dulden, wenn sie auf oder über Möbel springen. Der regelmäßige Freilauf ist für den Hund sehr wichtig, um Muskeln aufzubauen. Der Garten sollte mit einem Zaun umgeben sein, der so hoch ist, dass der Hund ihn nicht überspringen kann.

Da das Windspiel gegenüber fremden Menschen und Situationen sehr reserviert sein kann, sollte es schon als Welpe sehr gut sozialisiert werden. Dies bedeutet, dass schon frühzeitig eine Gewöhung an fremde Menschen, an das Autofahren etc. erfolgt. Dem Welpen sollte grundsätzlich schon frühzeitig beigebracht werden, was er später können muß. Durch die geringe Größe des Windspiels sollte dies kein Problem darstellen, da man es fast überall hin mitnehmen kann. Ein einzeln gehaltenes Windspiel bleibt in der Regel nicht gerne alleine.

Zum Abschluss sei noch gesagt, dass Italienische Windspiele eine sehr hohe Lebenserwartung von bis zu 15 Jahren haben. Dies ist natürlich bei der Auswahl eines solchen Hundes zu beachten.

 

 


Der Zwergschnauzer ,

geht auf die gleichen Vorfahren zurück wie der Riesen- und Mittelschlagschnauzer. Aus diesem wurde er auch herausgezüchtet, vermutlich unter Zugabe von Affenpinscher- und Zwergpinscherblut.

Heute ist der Zwergschnauzer ein eleganter Hund in FCI Gruppe 2 (USA: Terrier Gruppe, UK: Utlility Gruppe). Es ist eine einzigartige Rasse mit allen Eigenschaften eines grossen Hundes in einem kleinen Körper. Zwergschnauzer sind gestandene Hunde, die stark, gesund, anhänglich und sehr menschenbezogen sind. Ein Zwergschnauzer macht einen wunderbaren Begleiter für die ganze Familie. Sie sind ausgesprochen intelligent, lernfähig und schlau, mit einem angeborenen fröhlichen Charakter.

Herkunft

Es gibt keine genauen Aufzeichnungen darüber, wie die Rasse tatsächlich entstanden ist, aber man nimmt an, dass sie durch Kreuzungsversuche verschiedener Rassen während des letzten Jahrzehnts im 19. Jahrhundert in Deutschland entstanden ist. Ursprünglich als Pinscher bekannt, leitet sich der Name Schnauzer von "der Schnauze" ab, verwendet wegen der Barthaare. Aufzeichnungen belegen, dass sich der Standard Schnauzer zuerst entwickelt hat, erstmals erwähnt im Jahre 1879, in der ersten Ausgabe des Pinscher-Schnauzer-Zuchtbuches. Der deutsche Pinscher-Schnauzer Klub (PSK) wurde 1895 in Köln gegründet. Der älteste registrierte Zwergschnauzer überhaupt war eine schwarze Hündin "Findel", geboren im October 1888, mit unbekannter Abstammung. Der erste Zwergschnauzer registriert im PSK, war "Jacco Fulda LILIPUT", geboren am 6. Dezember 1898. Die bildlichen Darstellungen von "Jacco Fulda LILIPUT" unterscheiden sich teilweise nur wenig von einem anderen Bildnis, nämlich "Fritzle", der als Affenpinscher deklariert wurde. Die Tatsache, dass sehr viele der ursprünglichen Zwerge eine rein schwarze Farbe aufwiesen, würde diese Vermutung unterstreichen. Andere Aussagen lassen wieder vermuten, dass die schwarze Farbe durch die Verpaarung mit Zwergspitzen (Pomeranians) entstanden ist. In einer alten Illustration ist eine Gruppe von schwarzen Pomeranians abgebildet, die im Besitz der Zuchtstätte "Heilbronn" standen. Heilbronn wiederum ist jene Zuchtstätte, die für lange Zeit als das Zentrum der schwarzen Zwergschnauzerzucht gegolten hat.

Verschiedene andere Rassen könnten ebenfalls eine Rolle bei der Entstehung des Zwergschnauzers gespielt haben. In der Zeit der Jahrhundertwende, war die Zucht dieser Rasse sicher noch in einer experimentellen Phase, in der man versucht hat, durch das Einkreuzen verschiedener Rassen spezifische Eigenschaften des Hundes zu verstärken. Das zeitweise Auftreten einer Fleckfärbung brachte sogar Spekulationen auf, dass Foxterrier in der Geschichte der Entstehung eine Rolle gespielt haben könnten. Die Fleckfärbung könnte aber auch daher kommen, dass sie in einem ursprünglichen Zuchtstandard von 1924 als erlaubte Farbe vorkam. In den Anfängen der Rasse kam es auch vor, dass innerhalb eines Wurfes manche Welpen als Zwergschnauzer, manche als Pinscher und manche sogar als Affenpinscher registriert wurden.

Archäologen entdeckten in der Schweiz und in Tirol Skelettreste von Hunden, deren Nachkommen später in ganz Europa Verbreitung fanden. Eine besonders interessante Variante, der sog. "Stallpinscher", lebte auf Bauernhöfen in Bayern und Baden-Württemberg. Er war am ganzen Körper dicht behaart und ein handfester Bursche. Leider lässt es sich heute nicht mehr nachvollziehen, wann dieser Teufelskerl erstmals auftauchte. Seine Aufgabe bestand aber vorwiegend darin, Postkutschen zu begleiten und zu bewachen. Der kleine Pinscher legte auf diese Weise endlose Strecken zurück, immer treu neben dem Pferdegespann hertrabend.

Die kräftigen, schnell zupackenden Zähne des Stallpinschers und sein kämpferisches Naturell hielten Banditen äußerst wirksam von Überfällen ab. Um diesen Hund außer Gefecht zu setzen, musste man ihn schon erschießen. Sein ausgeprägtes Pflichtgefühl und seine Zuverlässigkeit machten ihn bald berühmt und so kam es, daß dieser arbeitende Hofhund sogar auf großen Gemälden verewigt wurde! Dürer, der Meister der Renaissance-Malerei, aber auch Cranach, Rembrandt und Vernet machten ihn durch ihre Werke unsterblich. Der Stallpinscher wurde übrigens auch erfolgreich als Rattenfänger eingesetzt, was ihm auch den Namen "Rattler" einbrachte.

In den 30er Jahren erlebte zwar der Riesenschnauzer seinen Boom, nach dem Zweiten Weltkrieg aber übernahm der Zwerg die Führung, wobei er sogar den überaus beliebten Mittelschnauzer auf der Strecke ließ. Seit 1950 arbeiten Züchter gezielt an der Verbesserung der Rasse. Ihr Ziel, dem kleinen Schnauzer sämtliche Qualitäten einer Zwergrasse, aber nicht deren Mängel mitzugeben, haben sie längst erreicht! Vor allem in den USA liegt der Zwergschnauzer in der Spitzengruppe der beliebtesten Hunde, direkt hinter dem Boxer und unmittelbar vor dem Siberian Husky.

 

Charakter

Allein schon durch sein Aussehens, verdient der Zwergschnauzer seine Beliebtheit. Es ist aber in erster Linie sein lebendiger und wissbegieriger Charakter der z.B. in Amerika zu den Top Ten im Ranking der beliebtesten Hunderassen eingereiht ist. Der Zwergschnauzer ist gross genug um ein richtiger Hund zu sein und klein genug um sich mit seinem Besitzer gemütlich einen Sessel zu teilen. Seine Gemütlichkeit ist es auch, die die meisten Menschen letztendlich davon überzeugt sich für einen Zwergschnauzer zu entscheiden. Ein richtiger Zwergschnauzer ist aufmerksam, freundlich, intelligent, kräftig und langlebig.

Der Zwergschnauzer hat zwar in seiner Erscheinung viel Ähnlichkeit mit Terriern, nämlich denselben quadratischen, harmonischen Körperbau und die Lebendigkeit. In allen anderen Eigenschaften, hebt sich der Zwergschnauzer jedoch deutlich von den Terriern ab. Zwergschnauzer sind wesentlich williger bereit sich von ihren Besitzern erziehen zu lassen und sie sind überdurchschnittlich intelligent und haben einen starken Charakter. Zwergschnauzer verlangen die Aufmerksamkeit ihrer Besitzer, bieten aber als Gegenleistung die totale Hingabe.

Zwergschnauzer verfügen über ein sehr ausgeprägtes Stehvermögen, tatsächlich lassen sie sich eine Krankheit oft erst anmerken, wenn es ihnen bereits sehr schlecht geht. Und selbst dann, sie sind Kämpfer und denken nicht daran so leicht aufzugeben. Die Freude daran ihren Besitzern zu gefallen, gepaart mit ihrer Intelligenz, machen sie z.B. zu einem idealen Hunden für die Obedience Arbeit. Allerdings sollte man nicht daran denken, Ihnen etwas aufzwingen zu wollen. Zwang und Gewalt ist die falsche Methode einen Zwergschnauzer zu erziehen. 

Die Lernwilligkeit eines Zwergschnauzers kennt keine Grenzen und wird höchstens durch fehlende Geduld seines Lehrers eingeschränkt. Seine Intelligenz drückt sich in vielerlei Hinsicht aus. Aber ein Blick in seine Augen genügt, um seinen aufmerksamen Geist und seine lustige Persönlichkeit zu erkennen. Zwergschnauzer lernen schnell und es gibt im Prinzip nichts was sie nicht begreifen würden, wenn man sich genug Zeit nimmt um es ihnen beizubringen. Die einzigen Anforderungen sind: Konsequenz, Wiederholung, Geduld und - VOR ALLEM - Freundlichkeit.

Oft, "der Hund mit dem menschlichen Gehirn" genannt, ist die Denkweise eines Zwergschnauzer manchmal direkt unheimlich. Während die meisten Hunderassen eben wie Hunde denken, denken und reagieren Zwergschnauzer wesentlich menschenähnlicher, auf eine Art, wie wir Menschen es wesentlich besser verstehen können. Zwergschnauzer sind daher auch, wie keine andere Rasse, uneingeschränkt abhängig von menschlicher Gesellschaft und Zuwendung. Ohne diese werden sie misstrauisch und abgestumpft. Wenn ein Zwergschnauzer einen Menschen einmal ins Herz geschlossen hat, dann ist das für sein ganzes Leben. Dem Menschen den ein Zwergschnauzer liebt, gibt er seine uneingeschränkte und tiefe Zuneigung. 

Obwohl Zwergschnauzer sehr rasch lernen, lieben sie trotzdem ihre Ordnung. Ein typischer Vertreter seiner Rasse liebt es schon vor seinem Besitzer zu wissen, was als nächstes passiert. Zwergschnauzer besitzen ein gutes Gedächtnis und erkennen Freunde auch noch nach einer langen Zeit. Da Zwergschnauzer grundsätzlich nicht eifersüchtig sind, teilen sie auch bereitwillig ihre Lieben mit Anderen, Menschen und Hunden. Sogar Katzen haben einen Platz in ihrem Leben. Obwohl der Zwergschnauzer nicht ausschliesslich auf eine Einzelperson fixiert ist, gilt seine volle Verehrung meist trotzdem eher einer bestimmten Person in der Familie, was sie aber nicht daran hindert auch alle anderen Familienmitglieder in ihre Zuneigung einzubeziehen. Sie lieben vor allem Kinder und scheinen ihre Art zu verstehen. Kinder die gelernt haben Hunde zu respektieren, werden daher in einem Zwergschnauzer einen geduldigen, verständnisvollen und lustigen Spielgefährten finden.

Zwergschnauzer sind grundsätzlich keine agressiven Hunde, sollten aber dennoch einen furchtlosen Charakter haben. Ein erwachsener Vertreter seiner Rasse entwickelt ein ausgeprägtes Territorialverhalten. Er ist ein idealer Wachhund, beschützt aber eher verbal als durch Angriff.

Es gibt nämlich einen grossen Unterschied zwischen der Bereitschaft zu beschützen und der Bereitschaft anzugreifen. Ein guter Schnauzer wird jede Gefahr melden aber nur solange bellen bis die Gefahr verschwunden ist, oder sein Besitzer auf der Bildfläche erscheint. Sobald das passiert ist, übergibt er die Kontrolle der Situation und hört auf zu bellen. Trotz aller Unerschrockenheit, hat der Zwergschnauzer immer ein freundliches Auftreten gegenüber allem was sich als Freund identifiziert.

Zwergschnauzer sind keine Kläffer. Sie sind intelligente Wachhunde mit einem guten Urteilsvermögen. Viel zu intelligent um streitlustig zu sein. Sie kennen aber ihre territorialen Rechte und werden diese auch verteidigen.

Grundsätzlich ist ein Zwergschnauzer verschmust, anhänglich und loyal, aber auf keinen Fall unterwürfig. Wer einen Hund möchte, der nur zu den Füssen liegt und sich eher distanziert verhält, ist mit einem Schnauzer schlecht beraten. Um sich die Aufmerksamkeit zu verschaffen die er gerade will, wird er über auf ihre Zeitung klettern, oder seinen Kopf unter den Arm schieben und fordernd stupsen. Einem Zwergschnauzer würde nie der Gedanke kommen, man könnte vielleicht zu beschäftigt sein um sich um ihn zu kümmern. Ein typischer Schnauzer will Zärtlichkeit.

Diese Rasse liebt es draussen zu sein, bei jedem Wetter. Egal ob in einem grossen Gelände oder nur im Garten. Gewöhnlich gibt es auch eine Vorliebe zum Wasser und zum Schwimmen. Andererseits sind Zwergschnauzer aber auch glücklich, wenn sie nur einen gemässigten Auslauf bekommen. Diese Eigenschaft macht sie auch zu einem idealen Stadthund. Wenn sie sich drinnen aufhalten, lieben sie einen Platz am Fenster, wo sie das Treiben draussen beobachten können. Das elastische, elegante und raumgreifende Gangwerk des Zwergschnauzers lässt aber auch auf eine starke  Leistungsfähigkeit schliessen. Raumgreifende Vorderläufe und eine Hinterhand mit sagenhafter Schubkraft geben dem Zwergschnauzer ein kraftvolles Gangwerk mit schwungvollem Drive. Sein starker, straffer Rücken und seine festen Bänder und Gelenke machen den Zwergschnauzer ausgesprochen belastungsfähig. Vielleicht nicht gerade als Reitbegleithund für stundenlange Ausritte im Gelände, aber doch als fröhlicher Mitläufer für Jogger oder bei gemütlichen Familienausritten.

Ob Rüde oder Hündin, der Zwergschnauzer ist ein zuverlässiger Gefährte. Viele Hundebesitzer sind vielleicht der Meinung, dass Hündinnen wesentlich anhänglicher, ruhiger und leichter zu erziehen sind. Tatsache ist, dass bei dieser Rasse die generellen Charaktereigenschaften des spezifischen Hundes wesentlicher entschiedender sind als das Geschlecht. Rüde und Hündin sind gleichermassen liebenswert.

Ein Hund mit harschen Haarkleid, wie es der Zwergschnauzer ist, bedarf auch einer intensiveren Fellpflege. Ohne eine solche verliert der Hund völlig seine äusserlichen Rassemerkmale. Jemand, der sich also für diese Rasse entscheidet, muss auch bereit sein, das Haarkleid seines Hundes immer in einem guten Zustand zu halten. Im Unterschied zum menschlichen Haar, wächst das Haar des Zwergschnauzers bis zu einem bestimmten Punkt, um dann abzusterben. Im Unterschied zu anderen Hunderassen, fallen die abgestorbenen Haare aber nicht aus, sondern müssen durch sogenanntes "Trimmen" entfernt werden. Auch wenn man diese Tätigkeit grundsätzlich durch einen Hundefriseur erledigen lässt, zahlt es sich trotzdem aus, sich ein wenig mit dieser Materie selbst zu beschäftigen, um seinen Liebling auch zwischen den Besuchen beim Friseur oder Züchter in einem adretten Zustand zu erhalten.

Gute Gesundheit und ein guter Charakter sind sicherlich die vordersten Kriterien für die Auswahl eines Hundes, wer aber auch ein wenig auf das Aussehen wertlegt und vielleicht auch daran interessiert ist einmal die Eine oder die Andere Ausstellung zu besuchen, sollte sich darüber informieren wie ein schöner Zwergschnauzer aussehen sollte.